Wieder am Steuer

MPU Vorbereitung Alkohol: Wie ich meine persönlichen Trinkanlässe analysiere

Der Tee ist schon wieder eiskalt. Er steht neben mir auf den Dielen, während ich hier in meiner Küche in Neuhausen sitze und auf diese eine, verdammt leere Seite in meinem Workbook starre. Es ist Sonntagabend, die U7 Richtung Westfriedhof rattert gefühlt im Minutentakt unter mir durch, und ich versuche seit Stunden zu verstehen, warum ich eigentlich getrunken habe. Nicht nur an diesem einen Samstagabend im Spätsommer 2025, sondern davor. Warum?

Hinweis: In diesem Text teile ich meine ganz persönlichen Erfahrungen. Er enthält Affiliate-Links zu Hilfsmitteln wie dem MPU Masterplan, den ich selbst nutze. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Aber ganz wichtig: Ich bin keine Verkehrspsychologin, keine Therapeutin und keine Anwältin. Ich bin eine 36-jährige Office Managerin, die ihren Führerschein verloren hat. Bei rechtlichen Fragen brauchst du einen Fachanwalt für Verkehrsrecht, und bei tiefergehenden Problemen mit Alkohol ist die Suchtberatung die richtige Adresse.

Der Schock von 1,4 Promille und die Suche nach dem Warum

Wenn ich an die Hochzeit letztes Jahr im August zurückdenke, sehe ich immer noch das Blaulicht vor mir. 1,4 Promille. Ich dachte damals wirklich, ich hätte alles im Griff. Dass ich nur ein bisschen mitgefeiert habe. Aber die MPU-Aufforderung, die im November in meinem Briefkasten einschlug, hat mir klargemacht: Der Gutachter wird sich nicht mit "Es war halt eine schöne Feier" zufriedengeben. Er will wissen, was mein innerer Trinkanlass war. Und genau da sitze ich fest.

Ich habe in den letzten Wochen gelernt, dass es einen gewaltigen Unterschied gibt zwischen dem äußeren Anlass (die Hochzeit) und dem inneren Grund. In meinem MPU Masterplan Alkohol gibt es ein ganzes Modul dazu. Aber es ist so verdammt schwer, ehrlich zu sich selbst zu sein. Ich habe drei Sonntagabende hintereinander nur aufgeschrieben: "Ich habe getrunken, weil alle getrunken haben." Das war eine Lüge. Eine Schutzbehauptung, um mich nicht mit dem Schamgefühl auseinanderzusetzen, das hochkommt, wenn ich tiefer grabe.

Nahaufnahme eines gelben Textmarkers, der durch das Papier eines Tagebuchs drückt.

Wenn der gelbe Textmarker die Wahrheit verrät

In meinem Notizbuch markiere ich die Tage, an denen ich mich besonders einsam oder gestresst gefühlt habe, mit einem kleinen Punkt. Letzte Woche war so ein Punkt am Mittwoch. Mein gelber Textmarker blutet fast durch das dünne Papier meines Notizbuchs, so fest habe ich aufgedrückt, als ich die Stunden nach der Arbeit analysiert habe. Ich war Office Managerin in einer mittelständischen Firma. Zehn Stunden am Tag Chaos koordinieren, Telefonate, E-Mails, Termindruck.

Früher dachte ich, das Feierabendbier oder das Glas Wein am Abend sei meine Belohnung. In Wahrheit war es mein Schalter, um die Stille in meiner Wohnung in Neuhausen zu ertragen, nachdem im Büro zehn Stunden lang alles auf mich eingestürzt ist. Die Erkenntnis tut weh: Ich habe den Alkohol benutzt, um mich zu betäuben, nicht um zu genießen. Mein Blutalkoholkonzentration von 1,4 an jenem Abend war kein Zufall, sondern das Ergebnis einer langen Gewöhnung. Wer 1,4 Promille erreicht und noch glaubt, er könne sicher fahren, hat ein massives Problem mit der Selbstwahrnehmung.

Ich habe viel darüber gelesen, wie der Körper Alkohol abbaut – im Schnitt etwa 0,1 Promille pro Stunde. Wenn ich also nachts um drei mit 1,4 kontrolliert wurde, was hatte ich dann um Mitternacht? Die Rechnung macht mich heute noch fassungslos. Es ist ein langer Weg, bis man die MPU Fragen zum Alkoholkonsum ehrlich beantworten kann, ohne sich hinter Ausreden zu verstecken.

Die besondere Falle: Was ich von Gastronomen gelernt habe

Interessanterweise habe ich neulich in einem Forum jemanden kennengelernt, der in der Gastronomie arbeitet. Wir haben uns über die Analyse der Trinkanlässe unterhalten. Bei mir war es der Stress im Büro, aber bei ihm war es die ständige Verfügbarkeit. In der Gastronomie verschwimmen die Grenzen total. Wenn der Gast dir einen Drink ausgibt, gehört das fast zum guten Ton. Das Trennungsvermögen zwischen Beruf und privatem Konsum bricht dort komplett zusammen.

Mir wurde klar: Egal ob Office Managerin oder Kellner, wir alle haben diese Muster. Der Gutachter bei der Medizinisch-Psychologische Untersuchung sucht genau nach diesem Verständnis. Er will sehen, ob ich verstanden habe, dass mein Umfeld und meine Stressbewältigung direkt mit meinem Konsum verknüpft waren. In meinem Workbook – dem Masterplan – gibt es Übungen dazu, wie man diese Trigger erkennt, bevor man zum Glas greift.

Der MPU Masterplan auf einem Tisch vor einem Fenster mit Blick auf München bei Dämmerung.

Rückschläge auf dem Küchenboden

Ich will hier nichts beschönigen. Es klappt nicht jeden Sonntag. Letzten Sonntag lag ich nur auf dem Sofa und habe die Zimmerdecke angestarrt. Das Workbook lag ungeöffnet auf dem Tisch. Ich habe mich gefragt, ob meine ehemaligen Kollegen eigentlich gemerkt haben, wie sehr ich zu kämpfen hatte, bevor ich den Führerschein abgeben musste. Wahrscheinlich nicht. Wir sind alle so gut darin, die Fassade aufrechtzuerhalten.

Ich habe neulich sogar einmal bei einer Geburtstagsfeier ein Glas Sekt vor mich hingestellt, nur damit niemand fragt: "Warum trinkst du nichts?" Ich habe keinen Schluck angerührt, aber im Nachhinein war es ein dummer Test. Es war eine Form von Selbstbetrug. Ich wollte dazugehören, statt zu meiner neuen Realität zu stehen. Mein Verkehrspsychologe München MPU Termin am darauffolgenden Mittwoch war dementsprechend hart. Sie hat sofort gemerkt, dass ich wieder in alte Muster verfalle – dieses Mal eben nur gedanklich.

Es geht bei der MPU nicht nur darum, die Abstinenznachweise und den ETG-Wert vorzulegen. Es geht um die charakterliche Eignung. Und die fängt dabei an, dass ich nicht mehr lüge – weder anderen noch mir selbst gegenüber. Auch wenn es bedeutet, am Sonntagabend auf dem Boden zu sitzen und zuzugeben, dass man Angst vor der Zukunft hat.

Ein symbolisches leeres Glas auf einem Regal in einer hellen Wohnung.

Der Weg nach vorne: Reflektion statt Betäubung

Die Arbeit mit dem MPU Masterplan Alkohol hilft mir, eine Struktur zu finden. Es ist wie eine Wanderkarte im Nebel. Manchmal sehe ich nur den nächsten Meter, aber zumindest laufe ich nicht mehr im Kreis. Ich lerne jetzt, wie ich meinen Stress anders abbaue. Ein Spaziergang am Rotkreuzplatz, statt die Flasche Wein zu öffnen. Es klingt so banal, aber es ist eine der schwersten Lektionen meines Lebens.

Wenn du selbst gerade in dieser Phase steckst, vielleicht auch mit Werten um die 1,4 oder sogar über der kritischen Grenze von 1,6 Promille, dann such dir Hilfe. Es muss nicht gleich der teuerste Kurs sein, aber fang an, dein Trinkverhalten zu dokumentieren. Überleg dir, wie lange deine Vorbereitung dauern wird – bei mir sind es jetzt schon Monate, und ich bin noch lange nicht am Ziel. Schau dir vielleicht mal an, wie lange die MPU Vorbereitung bei 1,4 Promille im Schnitt dauert, um ein Gefühl für den Zeitrahmen zu bekommen.

Ich klappe jetzt mein Notizbuch zu. Der Tee ist wirklich ungenießbar kalt. Aber immerhin habe ich heute drei echte Gründe für meinen damaligen Konsum aufgeschrieben. Keine Ausreden mehr. Nur die nackte Wahrheit auf dem Küchenboden in Neuhausen. Falls du auch nach einem Weg suchst, deine Geschichte aufzuarbeiten, kann ich dir den Masterplan wirklich ans Herz legen – mir gibt er den Halt, den ich gerade brauche, um nicht völlig den Mut zu verlieren.

Verwandte Artikel