Wieder am Steuer

Meine Gedanken nach dem Besuch von einem MPU Infoabend in München

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Der Regen in Neuhausen riecht heute Abend nach nassem Asphalt und diesem ganz speziellen schlechten Gewissen, das mich seit jenem Samstagabend im Spätsommer 2025 verfolgt. Ich bin gerade von einem MPU Infoabend zurückgekommen und sitze jetzt auf meinem Küchenboden, der Tee ist schon wieder eiskalt und die U7 Richtung Westfriedhof rattert in der Ferne vorbei. Es ist der zweite Sonntag im Juni 2026, Woche 41 ohne Führerschein, und mein Kopf fühlt sich an wie eine überfüllte Abstellkammer.

Bevor ich dir erzähle, wie sich dieser Abend angefühlt hat, ein kleiner Hinweis: In diesem Tagebuch teile ich meine ganz persönlichen Erlebnisse. Ich bin keine Verkehrspsychologin, keine Anwältin und keine Therapeutin. Wenn du rechtliche Fragen hast, geh bitte zu einem Fachanwalt für Verkehrsrecht, und bei Alkoholproblemen ist die Suchtberatung die richtige Adresse. Ich nutze hier Affiliate-Links für Dinge, die ich selbst zur Vorbereitung nutze – wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine Provision, für dich ändert sich am Preis natürlich nichts. Ich teile nur, was ich wirklich selbst durcharbeite, wie meinen Masterplan.

Das grelle Licht der Wahrheit: Der Raum im Gemeindezentrum

Der Abend fand in einem schmucklosen Raum statt, irgendwo zwischen Maxvorstadt und Schwabing. Grelle Leuchtstoffröhren, die dieses unbarmherzige Licht werfen, in dem jeder Pickel und jede Sorge dreimal so groß aussieht. Wir waren etwa dreißig Leute. Dreißig Fremde, die alle eines gemeinsam haben: Wir haben Mist gebaut. Ich kam mir so unglaublich klein vor, als ich mich auf einen der blauen Plastikstühle setzte.

Diese Stühle waren das Schlimmste. Jedes Mal, wenn sich jemand uncomfortably bewegte – und das passierte oft, besonders als das Wort „Rückfall“ fiel – quietschten sie lautstark. Es war, als würde der Raum selbst uns vorwerfen, was wir getan haben. Ich starrte auf meine Hände und dachte an die 1,4 Promille auf der Hochzeitsfeier. Für die Behörde bin ich nur eine Akte, eine Nummer, die unter dem Grenzwert von 1,6 liegt, aber trotzdem zur MPU muss, weil ich in der Kontrolle wohl zu „unauffällig“ gewirkt habe – was ja erst recht auf eine hohe Gewöhnung hindeutet.

Blaue Plastikstühle in einem kargen Raum während eines MPU Infoabends in München.

Statistik gegen Schicksal: Wenn das Leben zur Fallnummer wird

Der Sprecher vorne war ein sachlicher Typ. Er sprach über die ETG-Werte, die Abstinenzbelege über 6 oder 12 Monate und die „Charakterliche Eignung“. Während er redete, dachte ich: „Du siehst hier nur eine Statistik, aber ich sehe die Nacht, in der ich meinen Weg als Office Managerin gegen die Wand gefahren habe.“ Für ihn war es ein Lehrgespräch, für mich ist es meine Existenz.

Als er anfing zu erklären, dass viele denken, man könne die MPU einfach „bestehen“, indem man die richtigen Antworten auswendig lernt, musste ich schlucken. Er sagte klipp und klar: MPU Fragenkatalog Alkohol: Warum auswendig lernen für die Prüfung nicht reicht. Das saß. Ich dachte an die Zettel in meiner Handtasche und merkte, dass ich tiefer graben muss. Als Alleinerziehende mit einem Vollzeitjob in einer mittelständischen Firma habe ich ohnehin kaum Luft zum Atmen. Standard-Pläne funktionieren für mich nicht. Ich kann nicht jeden zweiten Abend in eine Gruppe sitzen, wenn ich eigentlich noch Mails checken oder die Waschmaschine füttern muss.

Der Moment der Panik: Trennungsvermögen und kalter Schweiß

Irgendwann fiel das Wort Trennungsvermögen. Plötzlich spürte ich diesen kalten Schweiß auf meinen Handflächen. Es ging nicht mehr nur um die Fakten der Hochzeitsnacht, sondern um das „Warum“. Warum habe ich getrunken? Warum habe ich geglaubt, noch fahren zu können?

In meiner Verzweiflung habe ich letzte Woche sogar zwanzig Minuten lang ein Kursangebot für eine Drogen-MPU angestarrt, den FLEX3 Online MPU Drogen Kurs, weil das auf den ersten Blick irgendwie „leichter“ aussah – was totaler Quatsch ist, weil es mein Problem null löst. Ich wollte einfach nur weg von meinen eigenen Fragen. Aber die Wahrheit ist: Ich muss meine Trinkanlässe verstehen. MPU Vorbereitung Alkohol: Wie ich meine persönlichen Trinkanlässe analysiere ist genau das, was ich jetzt angehen muss, auch wenn es wehtut.

Nahaufnahme einer Hand, die über Modul 3 des MPU Masterplans zögert.

Zurück auf dem Küchenboden in Neuhausen

Jetzt sitze ich hier, es ist fast Mitternacht. Ich habe den MPU Masterplan Alkohol vor mir liegen. Ich bin bei Modul drei. Es ist das Modul, das ich seit zwei Wochen vor mir herschiebe, weil es um die ehrliche Selbstreflexion geht. Der Infoabend hat mir gezeigt, dass ich nicht mehr ausweichen kann. Die Zeitressourcen sind knapp, der Alltagsstress als Alleinerziehende drückt, aber wenn ich meinen Schein zurückwill, muss ich diese emotionale Arbeit leisten.

Ich habe mir vorgenommen, morgen nicht wieder die Mail von meiner ehemaligen Lieblings-Bar zu öffnen, die immer noch im Posteingang dümpelt. Stattdessen werde ich mich an die Aufgaben im Workbook setzen. Es ist meine größte Hilfe gegen die ständige Angst, vor dem Gutachter komplett zu versagen. Warum der MPU Masterplan meine größte Hilfe gegen die Angst vor der MPU ist, verstehe ich nach heute Abend erst so richtig. Es gibt keine Abkürzung, nur den Weg hindurch.

Wenn du auch gerade an diesem Punkt stehst, vielleicht auch in München oder sonst wo, und dich fragst, wie du das alles schaffen sollst: Du bist nicht allein. Es ist okay, Angst zu haben. Es ist sogar okay, auf dem Küchenboden zu sitzen und den kalten Tee anzustarren. Wichtig ist nur, dass wir irgendwann aufstehen und das nächste Modul aufschlagen. Falls du eine Struktur suchst, die man auch zwischen Job und Alltag quetschen kann, schau dir den MPU Masterplan an. Er ist für mich gerade der einzige rote Faden in diesem Nebel.

Gute Nacht aus Neuhausen. Nächste Woche erzähle ich euch, ob ich Modul drei endlich geschafft habe.

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