
Sonntagabend in Neuhausen. Ich sitze auf den Küchenfliesen, sie sind ein bisschen klebrig und ziemlich kalt an den Beinen, aber hier unten summt der Kühlschrank so beruhigend. Neben mir steht mein Pfefferminztee – natürlich längst kalt – und mein Notizbuch liegt aufgeschlagen vor mir. Die kleinen Punkte für die schlechten Tage sind diesen Monat seltener geworden, aber heute ist so ein Abend, an dem das Loch im Magen wieder größer ist.
Hinweis: In diesem Text teile ich meine persönlichen Erfahrungen und nutze Affiliate-Links. Wenn du über einen Link wie zum Beispiel den MPU Masterplan etwas kaufst, erhalte ich eine Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Ich bin keine Verkehrspsychologin oder Anwältin, sondern eine 36-jährige Münchnerin, die ihren Weg zurück sucht. Das hier ist kein Ersatz für eine Rechtsberatung oder Suchttherapie – bei harten Fragen wende dich bitte an Profis wie die Suchtberatung oder einen Fachanwalt.
Der Schock nach dem Spätsommer 2025
Es fühlt sich immer noch surreal an, wenn ich an die Samstagnacht nach der Hochzeit denke. 1.4 Promille. Ein Wert, der mein Leben als Office Managerin einmal komplett auf links gedreht hat. In Bayern wird die MPU oft schon ab 1.1 angeordnet, wenn Ausfallerscheinungen da waren, und bei mir war der Führerschein direkt an der Straße weg. Seit November 2025 habe ich es schwarz auf weiß im Briefkasten: Die Aufforderung zur MPU.
Früher bin ich jeden Morgen mit dem Wagen in die Firma gefahren. Radio an, Sitzheizung, meine kleine isolierte Welt. Jetzt ist mein Radius auf die Zone M des MVV geschrumpft. Wenn ich heute aus dem Fenster schaue und meinen alten Parkplatz sehe, verspüre ich diesen scharfen Stich Scham – da steht jetzt ein fremdes Auto. Ein silberner Kombi, der mich jeden Tag daran erinnert, was ich durch pure Dummheit verloren habe.

Logistik zwischen Rotkreuzplatz und Westfriedhof
Mein Alltag wird jetzt vom Takt der U7 bestimmt. Wer München kennt, weiß: Eigentlich kommt man überall hin, aber ohne Auto fühlt sich alles... schwerer an. Ich plane meine Termine bei der Verkehrspsychologin um die Abfahrtszeiten herum. Letzten Mittwoch bin ich wieder durch den Regen zum Rotkreuzplatz gelaufen, die Kapuze tief im Gesicht, weil ich dachte, ich treffe jemanden aus der Firma.
Das Schwierigste war das Umdenken beim Einkaufen. Früher habe ich den Kofferraum vollgeladen, heute trage ich alles im Rucksack. Vor ein paar Wochen hatte ich diesen Moment, der mich fast zum Heulen gebracht hat: Ich hatte drei schwere Papiertüten vom Supermarkt nach Hause geschleppt. Kurz vor meiner Haustür riss ein Henkel. Die Äpfel rollten über den Gehweg, eine Packung Milch platzte auf. Die Leute starrten mich an, und ich stand da, mitten in Neuhausen, und fühlte mich wie die größte Versagerin der Welt.
In solchen Momenten hilft mir das Workbook, der MPU Masterplan Alkohol, den ich mir im Frühjahr geholt habe. Es gibt dort ein Modul zum Thema Trennungsvermögen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen – auch für die mühsamen Konsequenzen. Ich habe mich an diesem Abend auf das Sofa gesetzt, die Decke angestarrt und mir klargemacht: Der kaputte Henkel ist nicht das Problem. Das Problem war die Entscheidung, sich mit 1.4 Promille ans Steuer zu setzen. Der schwere Rucksack ist jetzt mein Training in Sachen Konsequenz.
Wenn Standard-Tipps an der Realität scheitern
Ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau. Ich arbeite im Büro, ich kann den Laptop in die U-Bahn mitnehmen. Aber neulich habe ich in einem Forum einen Handwerker kennengelernt, der das gleiche durchmacht. Er muss mit schwerem Werkzeug zu Baustellen in den Außenbezirken, wo der MVV nur alle zwanzig Minuten fährt. Für ihn sind die Tipps wie "Fahr doch einfach mit dem Rad" ein Schlag ins Gesicht. Wenn du Notfalleinsätze hast und dein ganzes Equipment schleppen musst, ist der Führerscheinverlust existenzbedrohend.
Das hat mir die Augen geöffnet. Meine MPU-Vorbereitung ist auch eine Übung in Demut. Ich lerne gerade, wie wichtig die psychologische Aufarbeitung meiner Scham ist. Ich habe früher oft weggeschaut, wenn es um das Thema Alkohol ging. Heute achte ich auf jeden ETG-Wert in meinen Abstinenznachweisen, als wäre es eine Goldmedaille. Es ist ein langsamer Prozess, fast wie das Navigieren durch München im dichten Nebel ohne GPS.

Das Workbook als Anker am Sonntagabend
Manchmal liege ich stundenlang auf dem Sofa und schaue die Zimmerdecke an. Dann greife ich zum Masterplan. Es ist kein klassisches Lehrbuch, eher wie ein Spiegel. Eine Bekannte aus der Vorbereitungsgruppe nutzt das FLEX3 Online MPU Drogen Programm, weil es bei ihr um etwas anderes ging, aber die Logik ist ähnlich: Man muss sich selbst ehrlich gegenübertreten. Nichts wird besser, wenn man sich in die Tasche lügt.
Letzten Freitag war ich auf einer Geburtstagsfeier. Ich habe mir ein Glas Sekt vor mich hingestellt, nur damit niemand fragt "Warum trinkst du nichts?". Ich habe es nicht angerührt, keinen Schluck. Aber es war ein dummer Test, das habe ich hinterher im Tagebuch notiert. Es war dieses alte Bedürfnis, dazuzugehören, nicht aufzufallen. Die charakterliche Eignung, von der die Gutachter immer sprechen, fängt genau da an: Dass es mir egal sein muss, was die anderen denken, solange ich meine Abstinenz schütze.
Wenn ich heute Blaulicht in den Augenwinkeln sehe, zieht sich meine Brust immer noch zusammen. Ein kurzer, scharfer Schmerz, obwohl ich nur zu Fuß unterwegs bin. Es ist der Körper, der sich an den Schreck der Kontrolle erinnert. Aber es erinnert mich auch daran, warum ich das hier mache. Ich will nicht nur den Lappen zurück, ich will das Gefühl zurück, mit mir selbst im Reinen zu sein.
Falls du gerade in einer ähnlichen Situation steckst: Du bist nicht allein auf dem Küchenboden. Es ist verdammt hart, den Alltag neu zu organisieren, besonders in einer Stadt wie München, die so tut, als wäre alles immer perfekt. Aber jeder Schritt zur U-Bahn ist ein Schritt weg von der alten Version meiner selbst. Falls du Struktur suchst, schau dir den MPU Masterplan an – mir hilft er, die wirren Gedanken zu sortieren, wenn der Tee mal wieder kalt geworden ist.
Pass auf dich auf. Wir hören uns nächsten Sonntag.